Sichtflug bei Nacht oder auch VFR-Night

Die Faszination der Fliegerei bei Nacht kann man nur nachvollziehen, wenn man es selbst einmal erlebt hat. Freigaben und Sprechfunk auf der Frequenz der „Großen", Start ins Dunkle, Landungen gegen die Lichter und eine ruhige Luft ohne Turbolenzen. Dabei sieht man nur das Wesentliche. Beleuchtete Städte und beleuchtete Autobahnen in Form von beweglichen Schlangen und auch den ein oder anderen blinkenden Kameraden.

Auf dem Flughafen in Augsburg bis 21 Uhr und in Memmingen sogar bis 22 Uhr, kann geflogen werden. Gerade in der Zeit der kurzen Tage kann so die Zeit von Sonnenuntergang + 30 Minuten bis zur Platzschließung genutzt werden, um die erforderlichen Bedingungen für die Nachflugberechtigung zu erwerben.

Die Ausbildung umfasst:

  •  fünf Flugstunden auf Flugzeugen bei Nacht,
  •  davon mindestens drei Stunden mit Fluglehrer,
  •  davon mindestens eine Stunde Überlandflugnavigation,
  •  sowie fünf Alleinstarts und -landungen bis zum vollständigen Stillstand.

Gestern noch im Panzer ...

Mit der neuen Dynamic im ersten Schnee diesen Jahres

0212cimg118560 Stunden ist der neue Flieger jetzt bereits eingesetzt, natürlich auch zur Schulung. Dominik Arndt, „gestern noch im Panzer", hatte immer schon einen Traum. Weil er ahnte, dass das mit Top-Gun nicht mehr zu realisieren sein wird, versuchte er es ein bisschen gemütlicher. smile
Nach Überprüfung durch Michael Randel, einem zweiten Fluglehrer der Flugschule Airfield, absolvierte er unter Aufsicht des Ausbildungsleiters kurz vor Sonnenuntergang, am 26. November, seine ersten drei Soloflüge.
Dominik benötigte für seinen ersten Alleinflug genau vier Wochen Ausbildungszeit, 10 Flugstunden und 83 Landungen.0212img 7966
In den nächsten Tagen wird der Fluglehrer stetig seine Tagesleistung überprüfen, und die Alleinflüge werden sich im Platzbereich von Bad Wörishofen ausweiten. Bevor andere Plätzen in der Umgebung angeflogen werden, muss jetzt auch in der Theorie ein bisschen mehr gearbeitet werden.
Nach dem Motto: „Ohne Fleiß kein Preis!" hoffen wir, dass die großen Schneelagen noch auf sich warten lassen!

Die ersten praktischen Erfahrungen mit der WT09

thumb-dyn-wt9-2013-1Seit 2008 bin ich Charterkunde beim „Flying Boehl“. Mit den CT Modellen SW, LS und Supralight haben wir Reisen von Sizilien bis Lettland unternommen. Bei Reichweite, Reisegeschwindigkeit und Platzangebot kann die CT von Flight Design (besonders die LS) punkten.

Jetzt gibt es mit der Dynamic WT 9 einen neuen Flieger im Charterpool von Andreas. Optisch kann die CT mit dem schnittigen Tiefdecker natürlich nicht mithalten.

Beim Einsteigen kommt man mit der richtigen Technik ohne auf den Sitz zu treten bequem ins Cockpit. Auch das Platzangebot in der Kabine ist vergleichbar mit der CT. Dank der einfach zu verstellenden Pedale habe ich mit 1,87m bequem Platz.

Das Gepäck lässt sich hinter den Sitzen verstauen und braucht dank der Deckel nicht zusätzlich gesichert werden. Über den Deckeln ist noch eine schöne Ablage für alles was man im Cockpit so braucht.

thumb-dyn-wt9-2013-2Fliegerisch muss man sich bei der Dynamic etwas umstellen. Manuelle Klappen, Tankwahlschalter, Benzinpumpe sind so die Hauptpunkte. Nach einer gründlichen Einweisung ist das aber alles kein Problem. Durch die Wendigkeit und die überragende Sicht macht das Fliegen dann aber so richtig Spaß.

Bei vollen Klappen kann man mit der Dynamic deutlich steiler anfliegen als mit der CT. Auch die Landung ist kein Problem und trotz Tiefdecker (Bodeneffekt) schwebt sie nicht so lange wir die CT.

Die schwergängige Trimmung des Höhenruders die mich bei der CT manchmal etwas genervt hat geht hier sehr leicht.

Bis jetzt konnte ich noch keinen Nachteil der Dynamic gegenüber der CT feststellen. Evtl. wenn man einen sehr unbeweglichen Fluggast in die Kabine bringen muss oder wenn es im Sommer sehr heiß wird.

Rainer Strobel-Schmidt

Die neue ist da!

Name: Dynamik WT09 Kennzeichen: MFER

Dynamik WT09

Die nagelneue Dynamic WT09 ist in Wörishofen „eingehallt“.

Die ersten Einweisungen wurden bereits durchgeführt daraus resultierend möchte ich vorab die Unterschiede zu einer CT von Flight Design darstellen:

 

  1. Die Sitzposition sowie die Sicht aus dem Cockpit sind aufgrund der tiefer angebrachten Flächen anders aber nicht schlechter.
  2. Die meisten Schwierigkeiten entstehen offensichtlich für die Umsteiger von CT auf Dynamic dadurch, dass die Klappen nicht mehr, wie bei der CT, elektrisch bedient werden, sondern mit der Hand gefahren werden müssen und dabei Kraft überwunden werden muss.
  3. Das Flugzeug ist besser zu trimmen.
  4. Tiefdecker bedürfen mehr Aufmerksamkeit auf das Benzinmanagement. Benzinpumpe, Benzindruck und das Umschalten der Tanks sind wichtig.
  5. Das Flugzeug bewegt sich agiler um alle Achsen.
  6. Der Flieger ist einfacher zu landen.

Dynamik WT09 Nun lade ich jeden, der daran Interesse hat, die neue Dynamic einmal auszuprobieren, herzlich ein. Schaut euch das neue Flugzeug einfach einmal genauer an und vergleicht Details. Mich würde eure Meinung sehr interessieren, denn diesen Flieger gibt es auch mit einem sehr bequemen Einziehfahrwerk, zugelassen in der E-Klasse bis 600 kg.

Noch etwas:
Die Begründung für das alte Kennzeichen MBOE war leicht zu erklären. Der erste der den Bezug zu MFER herausfindet, bekommt die Landegebühren der Einweisung gesponsert 

 

So sehen die Leistungen aus:

Mindestgeschwindigkeit 65 km/h
Klappengeschwindigkeit 140 km/h
Zul. Reisegeschwindigkeit 230 km/h
Höchstgeschwindigkeit VNE 280 km/h
Steigleistung (472, 5 kg, 100 PS) 6,2 m/sek. – 1220 ft/min.
Verbrauch ROTAX 912 ULS, 100 PS 11 l/h bei 150 km/h, ISA
14 l/h bei 200 km/h, ISA
16 l/h bei 230 km/h, ISA

Die erste Hürde auf dem Weg zum Traum

Franziskas Traum ging vor ein paar Tagen in Erfüllung.

Alleine zu fliegen!!thumb-IMG 7763 a
Schon vor einiger Zeit hatte sie uns gegenüber den Wunsch geäußert Pilotin zu werden. Nun hat sie auf ihrem Weg die erste fliegerische Hürde genommen.Wir die Eltern, Großeltern, Bekannte und ihre beiden Brüder unterstützen sie dabei. Die Ausbildung zum Motorflugschein ist sicherlich nur der kleine Anfang für ihre mögliche berufliche Zukunft. Nächsten Jahrwird sie die Schule beenden und anschließend möchte sie sich bei einer Fluggesellschaft, für die Ausbildung als Pilotin bewerben.Wir sind natürlich alle sehr stolz auf sie.
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Am 14. Juli absolvierte Franziska mit mir in Bad Wörishofen ihren ersten Flug. In den vergangen 6 Wochen flog sie mit mir auf zwei Flugzeugtypen. Einer FDCT, besser unter CT bekannt, und einer Cessna 172. Ca. 16 Flugstunde, bei denen wir den Umgang mit dem Flugzeug, besonders Starts- und Landungen sowie Notverfahren übten und ca. 100 Landungen sowie einige Theoriestunden, lagen zwischen ihrem 1. Flug und ihrem 1. Alleinflug. Gratulation also auch von mir als Lehrer.

Andreas Boehl, Fluglehrer

Klein aber fein ....

IMG 6077Im Münchner Umland gibt es zwar ein paar Flugschulen und sogenannte Fliegervereine, aber die sind oft überlaufen und die Flugzeuge so ausgebucht, dass man eher ein Jahr für die Ausbildung braucht und den Fluglehrer häufig wechseln muss.

Bei Andreas Boehl und seiner Flugschule ist das anders. Es sind nicht die über 11.000 Flugstunden von Herrn Boehl - die man sich als Neuling überhaupt nicht vorstellen kann - sondern vor allem die freundschaftliche Atmosphäre kombiniert mit unglaublicher Erfahrung in der Ausbildung alle Themen des Fliegens zu vermitteln. Auch für einen technisch vorbelasteten Schüler bleiben neben der Theorie immer noch viele Fragen, warum und wieso man in der Praxis etwas wie machen muss. All das klärt sich fast spielerisch und es bleibt das sichere Gefühl auch später jemand an der Seite zu haben den man um Rat fragen kann.

Bad Wörishofen ist zwar nicht der nächste Weg von München, aber man wird bei jedem Aufenthalt mit Urlaubsstimmung am Flugplatz belohnt und lernt dabei auf sehr gepflegten Maschinen Fliegen, trifft nette Fliegerkollegen und Flugschüler.

Nach 2 Wochen intensivem praktischen Training war ich plötzlich weiter als nach über einem Jahr vorher bei einem anderen Verein und die Prüfung beim Luftamt war schnell abgeschlossen.

Damit nicht genug, jetzt geht es nach dem PPL-A weiter mit der Ausbildung zum UL-Piloten und dann eine Alpeneinweisung und sicher noch etwas mehr.

Danke Andreas!
M. S.-F. aus München